Cloud Computing Lösung mit ProfitBricks – Echtes IaaS

Cloud Computing bezeichnet ein Konzept, bei dem Rechenleistung als Service über das Internet ("die Cloud") bezogen wird, indem der Anwender Zugriff auf virtuelle Ressourcen wie Prozessoren, Arbeitsspeicher, Server, Datenbanken, Netzwerkkomponenten oder Festplatten erhält. Bei ProfitBricks sind diese Ressourcen dediziert, d.h. sie stehen nur einem Anwender zur Verfügung und befinden sich physikalisch in einem deutschen Rechenzentrum.

Cloud Computing

Cloud Computing als umfassenderes Konzept gegenüber Virtualisierung und klassischem Outsourcing

Cloud Computing basiert auf der Virtualisierung von Server Hardware. Dies ermöglicht es, auf einem einzelnen Server mehrere virtuelle Server zu starten, die unabhängig voneinander betrieben werden können. So lässt sich die vorhandene Hardware deutlich effizienter nutzen. Das Konzept Cloud Computing geht an einigen Stellen deutlich über die reine Virtualisierung von Recheninstanzen hinaus, weil es eine Gesamtbetrachtung der IT-Infrastruktur und insbesondere die bedarfsgerechte Skalierung der Rechenleistung ermöglicht.

Darüber hinaus wird beim Cloud Computing davon ausgegangen, dass der Nutzer der Cloud Computing Services nicht gleichzeitig derjenige ist, der das Funktionieren der physischen Infrastruktur überwacht. Vor diesem Hintergrund ließe sich das Konzept auch als Outsourcing einer beliebig skalierbaren, virtuellen Rechenzentrumsumgebung beschreiben.

Erfahren Sie mehr Details zum Thema Cloud Computing in unserem Cloud Lexikon.

Arten der Cloud Computing Bereitstellung: Private, Public, Hybrid

Zu unterscheiden sind prinzipiell Public Cloud und Private Cloud. Die Public Cloud ist die Serviceleistung eines Providers, der diese vielen Kunden gleichzeitig zur Verfügung stellt. Eine Private Cloud bedeutet, dass ein Service von eigenen Servern bereitgestellt wird, die nicht mit anderen geteilt werden. Die Kombination aus beidem wird als Hybrid Cloud bezeichnet. Die Firma, die einen Hybrid oder Public Cloud Service erbringt, heißt Cloud Provider.

Bei der Private Cloud handelt es sich um eine spezielle Serverumgebung, die nur für einen Nutzer bereitgestellt wird, in der Regel aber von diesem selbst im eigenen Haus organisiert wird und auf die entweder über das Internet oder das hauseigene Intranet zugegriffen werden kann. Die Private Cloud nutzt also nur ein Anwender, der darin seine eigene IT-Infrastruktur betreibt. Die Virtualisierungstechnik wird dann nur eingesetzt, um die vorhandenen Server optimal zu nutzen. In Bezug auf Skalierbarkeit und Kosten sind Private Clouds bei weitem nicht so flexibel und effizient wie Public Clouds.

Als Argument für die Private Cloud wird regelmäßig der Sicherheitsaspekt genannt. Durch die Nutzung der geschlossenen Cloud-Computing-Umgebung in der Private Cloud können sicherheitsrelevante Daten im Unternehmen verbleiben, bzw. auf in sich geschlossenen Bereichen gespeichert werden. Dies veranlasst viele Unternehmen einen großen Teil ihrer Prozesse in einer selbst betriebenen Private Cloud laufen zu lassen. Dabei wird regelmäßig außer Acht gelassen, dass die Hauptgefahr für den Verlust von Daten nicht vom physischen Zugriff auf die Server ausgeht. Vielmehr droht die Hauptgefahr durch den unberechtigten Zugriff auf die Daten über Datenverbindungen. Der beste Schutz gegen diese Gefahr ist aber nicht Stahl und Beton, sondern ein aktuelles Sicherheitskonzept und ständige Überwachung des Datenverkehrs und der Datensicherheit. Private Cloud Nutzer wiegen sich oft in trügerische Sicherheit und vernachlässigen so grundlegende Sicherheitsmaßnahmen.
Die Public Cloud entspricht der ursprünglichen Idee vom Cloud Computing. Der Cloud Computing Provider stellt hierbei Rechenleistung bereit, auf die viele Kunden gleichzeitig Zugriff erhalten. Diese teilen sich die bereitgestellten Ressourcen entsprechend ihrem jeweiligen Bedarf. Jeder Kunde nutzt stets den Umfang an virtualisierten Ressourcen, den er für den optimalen Betrieb seiner Anwendungen benötigt. Die Bündelung des Ressourcenbedarfs vieler Kunden ermöglicht eine hohe Kosteneffizienz und vor allem auch die Verfügbarkeit von freien Kapazitäten auf Abruf.

Der besondere Vorteil in der Nutzung einer Public Cloud liegt also in der jederzeit freien Skalierbarkeit der Ressourcen. Dadurch ist es zu jedem Zeitpunkt möglich, die bereitgestellten Ressourcen am aktuellen Bedarf zu bemessen. Es kann also weder zu einer Unterversorgung noch zur Überversorgung an Ressourcen und damit zu kostenintensiv brachliegenden Kapazitäten kommen.
Unter Hybrid Clouds versteht man im Cloud Computing die Kombination aus einer vom Nutzer vor Ort gehosteten Hardware (Private Cloud) und einem Cloud Hosting Provider in der Public Cloud. Beide Clouds sind über Technologien für eine gemeinsame Nutzung von Daten und Anwendungen miteinander verbunden.

Viele Cloud-Computing-Dienste lassen sich darüber hinaus in drei Kategorien einteilen: Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS). Der Aufbau dieser Cloud-Computing-Dienste wird auch als Cloud-Computing-Stack bezeichnet. Mit der richtigen Auswahl des Cloud-Computing-Dienstes erhalten Unternehmen das richtige Maß an Kontrolle.

Vorteile und Verwendungsmöglichkeiten von Cloud Computing

Der wesentliche Nutzen von Cloud Computing besteht darin, dass dem Anwender jederzeit exakt die benötigte Rechen- und Speicherleistung oder Software in einer Art Selbstbedienung (Cloud Self Service) zur Verfügung steht. Theoretisch sollte es keine Engpässe in der Versorgung mit Rechenleistung und Speicherkapazität geben und diese Ressourcen sollten umgekehrt nicht ungenutzt „herumliegen“. Das hat den Vorteil, dass die so bezogene Leistung in einem Mietmodell tatsächlich nach Verbrauch abgerechnet werden kann. Die IT ist damit nicht mehr Bestandteil des Betriebsvermögens, die hohe Anfangs- und Ersatzbeschaffungsinvestitionen verursacht und abgeschrieben werden müsste, sondern kann den laufenden Betriebskosten eines Unternehmens zugeschlagen werden. Hohe und riskante Investitionen in Server Hardware sind nicht mehr nötig, da die Serverleistung ähnlich dem Storm aus der Steckdose als bedarfsgerechte Leistung bezogen wird.

Folgende Verwendungsmöglichkeiten kommen für Cloud Computing in Frage:

  • Web-Applikationen erstellen
  • Daten speichern, sichern und wiederherstellen
  • Webseiten und Blogs hosten
  • Audio- und Videoinhalte streamen
  • Software bedarfsgesteuert bereitstellen
  • Big-Data-Analysen

Cloud Computing bei ProfitBricks

Bei ProfitBricks konzentrieren wir uns im Rahmen unserer Cloud Computing Services auf Infrastructure as a Service (IaaS). Das bedeutet, dass wir Kunden Rechenkapazitäten als reine Infrastrukturleistung zur Verfügung stellen. Wir betreiben in Deutschland Rechenzentren, auf denen Kunden virtuelle Rechenzentren aufsetzen können.

Neben der üblichen Virtualisierung von physikalischen Servern haben wir eine Steuerungssoftware entwickelt, mit der sich auch die Netzwerkkomponenten eines Rechenzentrums virtualisieren lassen. ProfitBricks schiebt diese Software auf niedriger Ebene des Netzwerkmodells (Level 2 – Level 3) ein, um sämtliche realisierte Kommunikation durch direkte Netzwerkverbindungen zwischen den einzelnen Komponenten softwaregesteuert zu automatisieren. Dieses technische Konzept wird als Software Defined Networking (SDN) bezeichnet. Das so entstehende virtuelle Rechenzentrum ist ein Software Defined Data Center (SDDC).

Dies bedeutet ein bisher unbekanntes Maß an Flexibilität und Kompatibilität zu Strukturen in Rechenzentren mit „echter“ Hardware. Daher bezeichnen wir unsere Lösung als echtes Cloud Computing für das digitalisierte Zeitalter im Unterschied zu den noch eher an klassischen Dedicated Hosting Konzepten orientierten Angeboten anderer Provider, die doch mitunter einfach den Begriff 'Cloud' auch für an sich überkommene Hosting Methoden verwenden.

In der Praxis zerlegen wir virtuelle Instanzen in ihre kleinstmöglichen Einzelteile (Cores, RAM und Storage) und setzen sie anschließend bedarfsgerecht wieder neu zusammen. Auf diese Weise entstehen nahezu unendlich viele Konfigurationsmöglichkeiten aus Cores, RAM und Storages, angefangen bei 1 Core, 0,25 GB RAM und 10 GB Storage bis zu einer derzeit maximalen Größe von 62 Cores, 240 GB RAM und 16 TB pro Storage Device (bis zu acht pro Server) pro virtueller Instanz. Dadurch ist gewährleistet, dass die Kunden sich Ihre virtuellen Server genau so konfigurieren können, um ihre Workloads optimal und kosteneffizient zu verarbeiten. Dies bedeutet auch, dass Skalieren nicht nur durch das Hinzufügen neuer Instanzen abgebildet wird (horizontales Skalieren), sondern auch durch vertikales Skalieren einzelner Server im laufenden Betrieb (Live Vertical Scaling - LVS). Die einzelnen Parameter eines virtuellen Servers können so unabhängig voneinander erhöht oder verringert werden - während der Laufzeit der Systeme, d.h. ohne den virtuellen Server herunterfahren und neu starten zu müssen. Ein echter Gewinn an Zuverlässigkeit. Zusätzlich garantieren Techniken wie IP Fail-over eine noch deutlich erhöhtere Verfügbarkeit.