Was ist eine Private Cloud?

Bei der Private Cloud handelt es sich um eine spezielle Server-Umgebung, die nur für einen Nutzer (ein Unternehmen oder eine Organisation) bereitgestellt und in der Regel selbst im eigenen Haus betrieben wird. Der Zugriff erfolgt entweder über das Internet oder über ein hauseigenes Intranet.

Im Cloud Computing unterscheidet man verschiedene Arten der Bereitstellung. Die Definition des Begriffes „Private Cloud“ wurde ebenso wie der Begriff „Public Cloud“ vom National Institut of Standards and Technology (NIST) in den USA in 2009 erstmals veröffentlicht und ist heute allgemein akzeptierter Standard.

Trügerische Sicherheit in der Private Cloud

Oft werden Sicherheitsaspekte als Grund für die Nutzung einer Private Cloud genannt, da sicherheitsrelevante Daten und Anwendungen im Unternehmen verbleiben bzw. auf in sich geschlossenen Bereichen gespeichert werden. Dabei wird jedoch außer Acht gelassen, dass die Gefahr für den Verlust von sensiblen Daten nicht vom direkten Zugriff auf den physischen Server ausgeht, sondern die Hauptgefahr droht durch unberechtigten Zugriff über die Datenverbindungen. Betreiber einer Private Cloud wiegen sich deshalb oft in trügerischer Sicherheit.

Der beste Schutz gegen die Gefahr ist nicht Stahl und Beton, sondern ein aktuelles Sicherheitskonzept sowie eine ständige Überwachung des Datenverkehrs und der Datensicherheit. Der dazu notwendige Aufwand an Material und Personal ist für viele Betreiber einer Private Cloud aber oft nicht in dieser Form leistbar.

Dem gegenüber stehen Anbieter einer Public Cloud mit aufwändigen Sicherheitskonzepten und eigenen Experten, die sich ständig um die Überwachung und Absicherung der Daten kümmern.