Was ist eine Public Cloud?

Die Public Cloud bietet die Möglichkeit, IT-Infrastrukturen flexibel und kostengünstig über das Internet zu nutzen, ohne Kapital in eigene Hardware investieren zu müssen. So können Nutzer sich IT-Ressourcen genau nach ihren Wünschen zusammenstellen und - bei Anbietern der neuen Generation von Cloud Computing - auch jederzeit wieder ihrem aktuellen Bedarf anpassen. Bezahlt wird nur, was auch tatsächlich genutzt wird.

Im Cloud Computing unterscheidet man verschiedene Arten der Bereitstellung. Die Definition des Service-Angebots „Public Cloud“ wurde ebenso wie der Begriff „Private Cloud“ vom National Institut of Standards and Technology (NIST) in den USA in 2009 erstmals veröffentlicht und ist heute allgemein akzeptierter Standard. Die Unterscheidung bezieht sich im Wesentlichen auf die Organisationsform und Nutzergruppe des Service-Angebotes.

Die Vorteile von Public Cloud Computing

  • Flexibilität: Anders als bei eigener Hardware kann das Rechenzentrum in der Cloud genau an die aktuellen Bedürfnissen angepasst und jederzeit schnell verändert werden.
  • Skalierbarkeit: Die Aussteuerung bei Lastspitzen wird wesentlich einfacher, da über den Cloud-Anbieter jederzeit zusätzliche, fein granular skalierbare Ressourcen zur Verfügung stehen und sofort genutzt werden können.
  • Zuverlässigkeit: Der Cloud-Anbieter garantiert Qualitätsstandards, je nach Anbieter auch Hochverfügbarkeit. So müssen Nutzer sich nicht mehr um Wartung und Probleme bei Hardware-Ausfällen kümmern.
  • Sicherheit: Seriöse Anbieter beschäftigen eigene Sicherheitsexperten, die rund um die Uhr die Sicherheit der Systeme überwachen und neueste Standards einbeziehen. Dieser Aufwand ist für Nutzer der eigenen Hardware in diesem Umfang oft nicht möglich.
  • Kosteneinsparungen: Bei Cloud-Anbietern der neuen Generation bezahlen Nutzer nur die Ressourcen, die sie tatsächlich auch verwenden. Langfristige IT-Investitionen und dadurch gebundenes Kapital sowie all die damit zusammenhängenden Kosten (TCO) können somit vermieden werden (von CAPEX zu OPEX).

Was Sie bei der Nutzung einer Public Cloud beachten sollten

Je nach Cloud-Anbieter fallen die technischen Gegebenheiten, Preisgestaltung und Sicherheits- sowie Datenschutzaspekte sehr unterschiedlich aus. Auch das Thema Verwaltung der Cloud-Rechenzentren sowie die Migration der eigenen Daten und Workloads in die Cloud unterstützen Anbieter in verschiedenster Art und Weise.

Deshalb ist es wichtig, einige wesentliche Punkte bei der Auswahl und Nutzung einer Public Cloud zu beachten:

  1. Konfiguration und Skalierbarkeit: Es gibt Anbieter, die feste Pakete an Cores und RAM anbieten. Das mindert die eigene Flexibilität in der Cloud. Achten Sie deshalb bei der Auswahl Ihrer Public Cloud darauf, möglichst hohe Flexibilität in der Ausstattung ihres virtuellen Rechenzentrums und feingranulare Skalierbarkeit der einzelnen Ressourcen zu bekommen, damit Sie Ihre Server-Konfiguration und das Netzwerk genau nach Ihren Bedürfnissen gestalten und verändern können.
     
  2. Preisgestaltung: Wichtig ist ein möglichst einfaches Preismodell mit klaren Preis-Parametern des Cloud-Anbieters. Die Abrechnung sollte jederzeit einsehbar, minutengenau und nur für die tatsächlich genutzten Ressourcen erfolgen.  Und natürlich muss das Preis-/Leistungs-Verhältnis stimmen. Vergleichen Sie hier am besten auf Basis eines konkreten Anwendungsfalles, um so Preis und Leistung der Anbieter besser bewerten zu können.
     
  3. Migration und Data Center Management: Die Migration der Daten und Anwendungen von eigener Hardware oder gemieteten Servern in die Cloud stellt für viele Unternehmen eine große Hürde dar. Denn es gibt Cloud-Lösungen mit komplizierten Migrations-Parametern und individuellen Schnittstellen, die eine umfassende Schulung des eigenen IT-Personals notwendig machen. Deshalb ist es von besonderer Bedeutung, wie einfach die Migration der eigenen Workloads in die Cloud gestaltet werden kann. State-of-the-Art sollte auch das visuelle Management der Cloud-Infrastruktur mithilfe einer grafischen Benutzeroberfläche sein sowie die rasche Zurverfügungstellung (Provisionierung) der gewünschten Ressourcen im virtuellen Rechenzentrum.
     
  4. Performance und Technologie: Die Basis jeder guten öffentlichen Cloud-Lösung ist die Technologie des Dienstleisters. Daraus ergibt sich die Performance und Verfügbarkeit für die Nutzer. Anbieter der neuen Generation greifen hier auch auf die neuesten Technologien aus dem High Performance Computing zurück, so zum Beispiel auf InfiniBand für die schnelle Datenübertragung. Achten Sie hier darauf, dass der Cloud-Anbieter mit neuester Technologie arbeitet und Benchmark-Test für den Leistungsvergleich zur Verfügung stellen kann.
     
  5. Datensicherheit und Datenschutz: Das Sicherheitskonzept eines Anbieters spielt für die Public Cloud eine große Rolle. Mehrfache Redundanz der Datenspeicherung und aktuellste Sicherheitsvorkehrungen, wie z.B. getrennte Brandschutzzonen in den Rechenzentren, sollten selbstverständlich sein. Sinnvoll sind aber auch dedizierte Ressourcen innerhalb der Cloud eines Anbieters. Den vollen Datenschutz kann nur ein deutsches Unternehmen mit Rechenzentrums-Standort in Deutschland bieten, da nur dieses an die rechtlichen Vorgaben der strengen deutschen Datenschutzbestimmungen gebunden ist.
     
  6. 24/7 Support: Wenn Sie Fragen haben oder es doch einmal ein Problem geben sollte, ist ein guter Rund-um-die-Uhr-Support von entscheidender Bedeutung. Gut heißt in diesem Fall auch, dass Sie mit Experten sprechen, die Ahnung haben und direkt auf das System zugreifen bzw. sofort, wenn nötig, agieren können - am besten natürlich in Ihrer Sprache. Der Support-Service sollte inklusive, also im Preis enthalten sein.
     

Die Public Cloud bietet viele Vorteile, wenn der Dienstleister moderne Lösungen auf Basis der wesentlichen Faktoren anbietet. So können sich IT-Verantwortliche im Unternehmen gezielt Kosten sparen, auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und damit getrost die Verantwortung für die aufwändige Beschaffung, Einrichtung und Wartung von IT-Hardware an einen zuverlässigen Cloud-Anbieter outsourcen.