Crowdfunding als Software as a Service (SaaS)-Modell

Mit der autoskalierenden ProfitBricks-Cloud Saison und Ereignis getriebenes Geschäft ohne unnötige Fixkosten betreiben

Particulate Solutions entwickelt so genannte Crowdfunding-Plattformen in einem Software as a Service (SaaS) Modell. Auf diesen Plattformen kommen Betreiber gemeinnütziger Projekte, Unternehmen und Verbraucher zusammen, um Geschäftliches mit Gutem zu verbinden.

Particulate-Solutions
Spendenaktionen werden stark von Aktionen und Anlässen bestimmt. Entsprechend spontan und unterschiedlich ist der Workload auf unserer Infrastruktur, z. B. vor Weihnachten. Wir brauchen daher eine schnell und einfach zu managende und flexibel skalierbare Lösung wie ProfitBricks.
Jannik Weyrich, Particulate Solutions, CTO

Situation

Unternehmen oder öffentliche Institutionen können gemeinnützige Projekte unterstützen, indem sie ihren Kunden, Mitarbeitern oder Mitgliedern für jeden Einkauf oder bei einer anderen Interaktion Gutscheine ausstellen, die diese dann bei einem oder mehreren Projekten einlösen. So lassen sich Kundenbindung und klassisches Marketing mit gesellschaftlichem Engagement verbinden. Jeder Teilnehmer an der Aktion hat dabei eine genau definierte Rolle:

  • Organisationen und Unternehmen erstellen auf der Plattform schnell und einfach Gutscheine zur Unterstützung für eines oder mehrere Projekte. Diese Gutscheine repräsentieren einen echten Geldwert.
  • Die Organisation/das Unternehmen kann die Gutscheine nun an ihre Kunden, Mitarbeiter oder Geschäftspartner verteilen. Die wiederum lösen die Gutscheine auf der Plattform ein.
  • Nach dem Einlösen kann derjenige, der den Gutschein eingelöst hat, den Wert des Gutscheins auf die angebotenen gemeinnützigen Projekte frei verteilen. Darauf basierend spendet die Organisation anschließend das Geld an die ausgewählten Projekte. Hierbei werden 100 % der Spenden weitergeleitet.

Bei diesem Prozess profitieren alle Beteiligten. Die gemeinnützigen Projekte von den Spenden der Unternehmen, die Nutzer können mitbestimmen, wohin Spendengelder verteilt werden und Unternehmen verbessern ihre Markenwahrnehmung und damit die Kundenbindung.

Particulate betreibt eine solche Plattform unter www.socialfunders.org auch selbst.

Es liegt in der Natur der Sache, dass solche oft zeitlich befristeten Gutschein-Aktionen eine extrem flexible IT Infrastruktur benötigen. Weder ist das Spendenaufkommen pro Aktion annähernd präzise vorherzusagen, noch kann Particulate das Gesamtvolumen der auf seiner Plattform als SaaS betriebenen Aktionen abschätzen. Weil die Kunden von Particulate ihre Aktionen vollständig selbst aufsetzen können (die SaaS Lösung fungiert als echte Self-Service Anwendung), muss Particulate insbesondere zu Feiertagen mit enorm hohem Workload rechnen, der dann allerdings wieder schlagartig abebben kann.

Darüber hinaus testet Particulate Neu- und Weiterentwicklungen auf Test-Servern mit einer ähnlichen Konfiguration wie die Produktiv-Server. Hierzu war es nötig, eine IT Infrastruktur einzurichten, in der sehr schnell Server hochgefahren und konfiguriert werden sollten.

Aus diesen Gründen war es nur konsequent, dass Particulate nicht auf Dedicated Hosting setzte, sondern von Anfang an Cloud Computing Infrastructure as a Service (IaaS) nutzte. Hinzu kamen handfeste wirtschaftliche Gründe: Nur mit einem Cloud-Service ist es möglich, die nötige Infrastruktur im Pay-per-Use-Verfahren zu bezahlen. Die sollte unterm Strich eine deutliche Reduzierung der Infrastrukturkosten bedeuten. Diese wären außerdem als reine Betriebskosten bilanzierbar, Investitionskosten zulasten der Liquidität des jungen Unternehmens würden nicht anfallen.

Gleichwohl war die Auswahl des passenden Providers nicht so einfach. US-Anbieter kamen nicht infrage, weil insbesondere bei öffentlichen Auftraggebern Compliance, das heißt das Einhalten der hiesigen Datenschutzbestimmungen, unabdingbar war. Erste Erfahrungen mit einem Anbieter aus Europa fielen gemischt aus: Technik auf dem Papier top, Zuverlässigkeit und Service flop.

Die einzelnen Bereiche, vor allem die Datenbanken, unsere Kunden müssen streng voneinander abgeschottet und dürfen nach außen nicht sichtbar sein. Dies in einem virtuellen Datacenter einzurichten ist dank der Flexibilität von ProfitBricks kein Problem
Jannik Weyrich, Particulate Solutions, CTO

Lösung

Als sich diese Erfahrungen nicht zum Besseren wendeten, evaluierte Particulate den Markt erneut und testete auf Empfehlung die IaaS-Lösung von ProfitBricks.

Zunächst war man skeptisch, wie die grafische Benutzeroberfläche ProfitBricks Data Center Designer (DCD) funktionieren würde. Sie stellte sich aber rasch als ein echtes Asset der Lösung heraus. Mit dem DCD konnten die Entwickler von Particulate sehr schnell Netzwerk-Topologien für ihre Server designen und aufsetzen. Bereits nach kurzer Zeit standen die virtuellen Rechenzentren genau so zur Verfügung, wie sie für socialfunders.org oder die Plattformen für die Spendenaktionen von Kunden gedacht waren – und das, obwohl Particulate einige Anpassungen an den Templates der Images vornahm. Wenn anschließend Korrekturen am Setting nötig waren, konnten diese einfach per Drag-and-Drop und das Einstellen weniger Parameter erfolgen.

Eine große Rolle spielt hierbei das einzigartige Live Vertical Scaling von ProfitBricks. Hiermit lassen sich im laufenden Betrieb, d. h. ohne Reboot der virtuellen Server, Rechen- und Speicherleistung innerhalb einer Instanz hinzufügen. Dadurch ist ein reibungsloser Betrieb der Spendenplattformen gewährleistet, auch wenn speziell vor Feiertagen wie z. B. Weihnachten der Andrang von allen Seiten groß ist.

Insgesamt betreibt Particulate nun sämtliche Rechenzentren für Kunden und für die eigene Plattform in der deutschen Cloud. Die Serverräume bestehen aus Web-Applicationservern und Datenbankservern. Letztere sind innerhalb des virtuellen Rechenzentrums vollständig gegen außen abgeschottet, verfügen aber über einen gemeinsamen Management Server. Dank des DCD und der Möglichkeit, die einzelnen Grund- (Cores, RAM und Storage) und Netzwerkkomponenten (Firewalls, Loadblancer etc.) völlig frei vernetzen zu können, entstanden für jeden Kunden und socialfunders.org maßgeschneiderte Systeme, die aber jederzeit kurzfristig skalierbar sind – in beide Richtungen. Wenn die Systeme nicht ausgelastet sind, können sie sehr einfach auf Knopfdruck gestoppt und aus der Abrechnung genommen werden und gehen erst dann wieder in Betrieb, wenn ihre Leistung gebraucht wird.

Auf allen Servern ist grundsätzlich Ubuntu Linux als Betriebssystem installiert. Particulate hat hier ein ProfitBricks Standardimage erweitert. Entwickelt wird in Python, als Framework kommt Django zum Einsatz. Als Webserver-Software, Reverse Proxy und E-Mail-Proxy dient Nginx, Gunicorn kommt ebenfalls zum Zug. Die Datenbankserver sind mit Ubuntu unter PostgreSQL aufgesetzt.

Besonders positive Erfahrungen machte Particulate mit dem 24/7 Support von ProfitBricks – einer der Knackpunkte beim Provider davor.

Das Preis-/Leistungsverhältnis von ProfitBricks ist wirklich überzeugend. Es wird nur das abgerechnet, was tatsächlich genutzt wird. Ein einfacheres Preismodell für Cloud Computing haben wir bisher nicht gefunden.
Jannik Weyrich, Particulate Solutions, CTO

Vorteile

Vier Entwickler arbeiten an der Weiterentwicklung der Particulate-SaaS-Lösung. Einer von ihnen administriert darüber hinaus die Webserver und E-Mail. Dieser kleinen Mannschaft gelingt es, Entwicklung und Betrieb der Software auf der virtuellen Infrastruktur zu managen. Einmal sauber aufgesetzt – und dies ging dank der grafischen Benutzeroberfläche sehr intuitiv und schnell vonstatten – erwies sich die Infrastruktur von ProfitBricks als sehr stabil. Lastspitzen bei socialfunders.org oder den Kundenprojekten konnten bislang immer sofort abgefangen werden, sodass sich aus Sicht des Endnutzers und des Kunden von Particulate nichts ändert, wenn plötzlich viele Personen gleichzeitig auf den Service zugreifen.

Eine deutliche Änderung gegenüber anderen Hostingmodellen und sogar anderen Cloud-Providern bietet allerdings das Preismodell von ProfitBricks: Die reine Rechenleistung wird minutengenau nach Verbrauch berechnet – Skalierung hin oder her. Die Abrechnung für Storage erfolgt nach provisionierten Mengen und der Traffic richtet sich nach dem tatsächlichen, monatsweise ausgewiesenen Volumen.

 

ProfitBricks bietet hier das einfachste Preismodell im Markt, weil keine Unterscheidung nach Instanztyp oder Vertragslaufzeit getroffen wird und für Load Balancer, Firewalls und sogar den Support keine Zusatzkosten anfallen. Gleichzeitig sind die Preise für die Cloud-Komponenten auch im internationalen Umfeld niedrig, während die Instanzen mit beeindruckenden Performancewerten glänzen.

Für Kunden von Particulate ist darüber hinaus ganz entscheidend, dass ProfitBricks als deutsches Unternehmen den strengen europäischen und deutschen Datenschutzrichtlinien unterliegt und die Services ausschließlich aus einem deutschen Rechenzentrum bereitstellt. Damit ist sichergestellt, dass die Teilnehmerdaten auf den Datenbankservern nicht unversehens in fremde Hände gelangen können.